Theoriearchitektur / Thema VI von VI
Sozialismus
Sozialismus ist die Idee einer perfekten Gesellschaft, die sich an einem unmöglichen und falschen Ideal orientiert. Dieses Ideal ist durch den dyadischen Denkansatz geprägt, der sich Gesellschaft wie ein handelndes Gesamtsubjekt vorstellt.
Auch neoklassische Gleichgewichtsmodelle können als ökonomische Ausformulierung eines solchen Ideals gelesen werden: Die Vielfalt gesellschaftlicher Beziehungen erscheint darin als ein simultan lösbares Optimierungsproblem. Dieser Ansatz will nicht wahrhaben, dass die gesellschaftliche Synthesis unabhängiger Akteure auf Tausch und Geld beruhen muss.
Leitsätze
Gesellschaft ist kein planendes Gesamtsubjekt.
Das Ideal simultaner Gesamtoptimierung verfehlt die Wirklichkeit der Gesellschaft als einem emergenten, offenen und dynamischen Gebilde.
Katallaktische Ordnung entsteht aus Beziehungen autonomer Akteure.